Therapie bei Befall mit Krätzmilben

Therapie gegen Krätze- warum eine gründliche Körperhygiene das A und O ist

engraving-59772_640Schon Napoleon wurde zum Reinlichkeitsfanatiker, nachdem er mit sich mit der Krätze (Skabies) angesteckt hatte und die besonders unschönen Erinnerungen an den Befall so schnell nicht vergaß.
In den meisten Fällen ist die Krätze leicht zu behandeln und nur sehr selten kommt es zu Komplikationen.
Immunsuppressive Menschen haben es schwieriger, denn die Milben vermehren sich bei ihnen sich rapide.
Es ist allgemein bekannt, dass unzureichende Hygiene der Hauptgrund für eine Skabies-Infektion ist.
Gerade das gemeinsame Benutzen von Kleidung, Bettwäsche, aber auch der enge Körperkontakt zu den Betroffenen sollte in der Zeit der Erkrankung in jedem Fall vermieden werden.

Grundliegende Maßnahmen

An erster Stelle steht das regelmäßige Wechseln von Wäsche und Kleidung.
Betroffene sollten hierbei unbedingt darauf achten, getragene Kleidung und benutzte Bettwäsche regelmäßig auf mindestens 60 Grad zu waschen.
Es ist ratsam, dass sich direkte Kontaktpersonen des Befallenen ebenfalls untersuchen lassen, da die Symptome einer Infektion erst nach Wochen auftreten können. Ansonsten kann man auch mal http://www.kraetze-behandeln.de nachlesen, was für grundlegenden Maßnahmen es gegen Krätze gibt.
Textilien, die nicht gewaschen werden können, sollten für mindestens 4 Tage gelüftet werden, da die Krätzmilben nur diese relativ kurze Zeitspanne ohne einen Wirt überleben können.
Kopfkissen können beispielsweise für diesen Zeitraum luftdicht in einen Plastiksack verstaut werden.

Anti-Milben-Mittel als medikamentöse Therapie

Es kommen spezielle Mittel zum Einsatz (sogenannte Antiskabiosa), die darauf zielen, Krätzmilben, sowie deren abgelegte Eier, abzutöten.
Hier unterscheidet man zwischen zwei Gruppen:

1. Topische Antiskabiosa, lokale Anwendung:

– Allethrin: ein Insektizid, das den Juckreiz und die Hautinfektionen lindert.
– Permethrin: ebenfalls ein Insektizid, das die Inaktivierung des Nervensystems der Parasiten hervorruft. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass Kontakt mit Augen und Schleimhäuten unbedingt vermieden wird.
– Lindan: ein Insektizid, das als Fraß- und Atemgift für Insekten wirkt.
Alle diese Mittel werden lokal angewendet- dies bedeutet eine Applikation von Cremes, Sprays oder Tinkturen.

2. Systemische Antiskabiosa

– Ivermectin: dieses Mittel wird oral eingenommen und ist ein Antiparasitika, welches überwiegend in der Veterinärmedizin angewendet wird. Die Anwendung beim Menschen mit diesem Mittel ist in Deutschland nicht zugelassen, jedoch ist es möglich, Ivermectim in Absprache mit dem behandelnden Arzt über internationale Apotheken zu bekommen.

Meistens ist eine einmalige Anwendung mit einem dieser Mittel bereits ausreichen.
Zu beachten ist allerdings, dass es auch nach der erfolgreichen Behandlung einige Wochen lang zu starkem Juckreiz kommen kann.
Schuld daran ist der abgesonderte Kot des winzigen Parasiten, auf den unser Körper allergisch reagiert.

Infektionsherd Pflegeeinrichtung

Vor allem Pflegeeinrichtungen wie Altenheime oder Behindertenheime sind besonders gefährdet, da hier viele Menschen auf einen Punkt zusammenkommen und Körperkontakt bei der erforderlichen Pflege nun mal nicht zu vermeiden ist.
Hier ist es besonders wichtig, Hygienevorschriften einzuhalten.
Bei einem nachgewiesenen Skabies-Befall ist die Leitung der Einrichtung dazu verpflichtet, dies umgehend dem Gesundheitsamt zu melden.
Die Untersuchung aller Bewohner und Mitarbeiter der Einrichtung ist ein Muss, um mögliche Kontaminationen einzugrenzen.
Betroffenen Mitarbeitern ist es untersagt, zur Arbeit zu erscheinen, solange sie nicht eindeutig und vollständig geheilt sind.